Feueryeah

Kampagnenstart Freiwillige FeuerYEAH

Kampagnenstart Freiwillige FeuerYEAH

Mit bisher ungesehenen Motiven und einer zeitgemäßen Ansprache mischt der Landkreis Stendal auf und will den Zulauf in der Kinder-und Jugendfeuerwehr innerhalb von fünf Jahren verdoppeln.

Der Landkreis Stendal setzt ein deutliches Zeichen und investiert zum Start der Werbemaßnahme 30.000 Euro Mittel aus dem Budget des Brand-und Katastrophenschutzes: Die Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises werden mit einer Werbekampagne zur Gewinnung von Nachwuchs unterstützt.

Für Aufmerksamkeit im Land sorgt die Ansprache. Sie überrascht durch unerwartete Redensart und ungesehene Motive. Landkreis, Einheits-und Verbandsgemeinden, Kreis-und Stadtfeuerwehren ziehen an einem Strang. Sie haben das Feuer die Nachwuchsgewinnung langfristig auf neue Füße zu stellen.

„ Wir konnten den Kreisfeuerwehrverband  zustimmend gewinnen. Ab 2020 unterstützt der Verband die Kampagne  jährlich mit 3000 Euro. In 2019 steuert der Verband zunächst 2000 Euro dazu. Die Kampagne soll konsequent durchgehalten werden, die Kosten für Produktionen sind beachtlich. Über diese Zuwendungen freuen wir uns.“ betont Sebastian Stoll, Dezernent. Stoll ist überzeugt: „Um die gesamte Klaviatur der Maßnahmen auszuspielen benötigen wir langfristig mehr Mittel.“

In zehn Jahren verlassen knapp tausend Kameraden und Kameradinnen altersbedingt den Einsatzdienst in der Freiwilligen Feuerwehr. 200 Wehren zählen derzeit 3600 einsatzbereite Mitglieder. 924 Nachwuchskräfte in den Kinder-und Jugendfeuerwehren werden auf den aktiven Einsatz vorbereitet, der ab einem Alter von 18 Jahren möglich ist. Nicht jedes Mitglied in der Kinder-und Jugendfeuerwehr landet im Einsatzdienst. Erfahrungsgemäß wechseln die Interessen im Jugendalter.  Überörtliche Ausbildungen, Berufseinstiege, Ortswechsel beeinflussen den Übergang in den Dienst der Freiwilligen Feuerwehr.

Den Tatsachen ins Auge blickend beschließt der Landkreis die wertvollen Bemühungen der Ortswehren um Nachwuchs zu unterstützen und tritt im August 2019 eine Werbewelle los. „Wenn wir zukünftig Krisen wie gehabt souverän meistern wollen, müssen wir genau jetzt handeln. Die Botschaft muss in die Köpfe gepflanzt werden: es ist keine Floskel sondern Bitterernst. Wir brauchen Einsatzwillige, um Leib und Leben der Menschen in unserer Heimat zu schützen.“ so Landrat Carsten Wulfänger, der die Nachwuchsgewinnung zum Top-Thema beschließt und mit Verbands-und Einheitsgemeinden und Ortswehren eine enge Zusammenarbeit lebt.

Kampagne - Freiwillige Feueryeah

Der Kommunikationsmix setzt sich zusammen aus Plakatwerbung, Großflächen-Banner, Instagram, Facebook, Webseite. Hingucken muss man, wenn der „Tatütatatendrang“ Bus rollt. Zum Start werden drei Busse im Öffentlichen Nahverkehr auf Schulfahrten eingesetzt. Bis zum Jahresende werden insgesamt sieben Busse im „Feueryeah-Knall“ durch den Landkreis fahren. Für 2020 sind weitere Bus-Einsätze geplant, mit dem Ziel zehn bis fünfzehn Fahrzeuge für Werbezwecke zu nutzen.

Auf den Motiven stehen eine Telefonnummer und eine Webseite. Die Kampagne hat das Ziel, dass Willige sich bei der eigens eingerichteten Hotline oder auf der Kampagnen-Website informieren und sich anmelden für das Kennenlernen. Um die Koordinierung kümmert sich ein Mitarbeiter. Die Personalstelle wurde extra im Amt für Brand-und Katastrophenschutz dafür eingerichtet.

Wesentliche Merkmale der Motive sind das knallige Layout, überdimensionale Schrift und die Emojis.

Die Erfindung eigener Wortkreationen sorgt für Gesprächsstoff und hohe Wiedererkennung. Von vergleichbaren Kampagnen hebt sich dieser Ton ab. Bewusst.  Emojis als Phänomen unserer Zeit kennt jeder. Sie sind beliebt und ein Sprachmittel, stehen für Aktion und Spaß.  Die junge Generation und ebenso Ältere kommen an diesen Zeichen nicht vorbei. Die Motive überraschen, da Sie nicht nach „Feuerwehr“ aussehen. Wer das Motiv sieht, beschäftigt sich einen Moment damit, allein, um zu erfassen worum es geht.

Claims

„Zeit für echte Abenteuer“ Ansprache für Kinder und Jugendliche

Das ist authentisch. Wir sagen was es in der Kinder-und Jugendfeuerwehr wirklich ist. Etwas Erleben, Abenteuer, Spaß, Spiel, Aktion, Geräte erlernen, Sport. Darum geht es zunächst, bis die Vorbereitungsphase abgeschlossen ist und der aktive Einsatz beginnt.

„Feuer und Flamme für Hier“ Ansprache für Aktive und Erwachsene

Wir sagen was wir sind. Wir sind da wenn´s brennt. Für unsere Heimat, für Hier. Das Motiv ist eine Liebeserklärung an alle aktiven Einsatzkräfte und an die Heimat zugleich. Es ist emotional. Deshalb prangt dort ein großes Herz. Bestätigung und Anerkennung für Aktive.

Tatütata..& Yeah

Der Slogan „Freiwillige FeuerYEAH“ unterstreicht die visuelle Leichtigkeit und vermittelt die Begeisterung für die Tätigkeit. „Tatütata“ als Wortstamm wird zum unverkennbaren Stilmittel. So heißen offene Tage oder Mitmachtage demnächst „Tatütatag“, die Aufforderung  was zu tun „Tatütatatendrang“ oder es kann eine „Tatütatasche“ geben. In social media können die witzigen Sprachfetzen zu Hashtagrennern werden.

Ausgedacht hat sich das die beauftragte Werbeagentur Wolf/Osmankovic. Die Berliner Werber Elvir Osmankovic und Mathias Wolf waren vom Thema sofort angetan und verpassen dem Daueranliegen im Landkreis einen modernen Look. „Mit dem Werber-Team haben wir die richtigen Partner gefunden. . Die Idee ist anders, als man Werbung für die Feuerwehr erwartet. Dieser Effekt ist professionell gemacht.“ so Sabrina Lamcha, Projektverantwortliche.

13.08.2019

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